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Kulturleitbild Oberösterreich | TERMINE
Kurzprotokoll der Publikumsdiskussion anlässlich der Präsentation
Kulturleitbild OÖ. am 12. Februar 2007 in den Linzer Redoutensälen
- Das vorliegende Konzept des Kulturleitbildes
wirkt schon fertig, man sollte daher immer wieder darauf hinweisen,
dass es eine Diskussionsgrundlage darstellt.
- Das Gender-Thema ist wichtig, wurde aber bei
der Präsentation in der Zusammensetzung der Redner nicht
berücksichtigt.
- Die Förderung der Infrastruktur von
„Privaten“ muss berücksichtigt werden (z.B. Privatradios; auch das
ist kulturelle Vielfalt).
- Der kulturellen Vielfalt muss Raum gegeben
werden (interkulturellen Kontext berücksichtigen + breite
Beteiligung ermöglichen).
- Ein kulturpolitischer Streit hinsichtlich der
Auswirkungen des Kulturleitbildes auf das Kulturförderungsgesetzes
ist erwünscht.
- Derzeit diskutieren nur „kulturnahe“ Gruppen
mit! Wie kann man es schaffen, dass auch „kulturferne“ Gruppen
angesprochen werden?
- Die Förderung der
Spitzenleistungen/Eliten/Hochbegabten darf nicht vergessen werden.
- Im Entwurf Kulturleitbild findet eine
unzulässige Vermischung der Begriffe Kunst und Kultur statt. Die
Kunst baut zwar auf der Kultur auf, Kunst und Kultur sind jedoch nicht
gleichzusetzen.
- Um Kinder und Jugendliche von der
Spaßgesellschaft wegzubringen, ist es wichtig, diese Gruppen zu
den Veranstaltungen einzuladen bzw. eigene Veranstaltungen vorzusehen.
- Wichtig wären verbindliche Aussagen
über Kriterien zur Vergabe von Förderungen. Es sollten nicht
nur „Mainstream-KünstlerInnen“ gefördert werden.
- Die Diskussion über das Kulturleitbild
sollte man in die Gemeinden tragen. Es gibt dort sehr viele engagierte
KulturreferentInnen.
- Es sollte von der Landesregierung ein
bestimmter Prozentsatz, der vom jeweiligen Gemeindebudget für die
Förderung der Kunst und Kultur in einer Gemeinde aufzuwenden ist,
vorgegeben werden.
- Es sollten die Anliegen der KünstlerInnen
berücksichtigt werden („Ins Herz der KünstlerInnen schauen“).
- Der Begriff „zeitgenössisch“ oder
„zeitgenössische Kultur“ kommt im Diskussionspapier Kulturleitbild
sehr oft vor. Was heißt das? Liegt darin ein Schwerpunkt? Wo
bleibt das Provokative, das Aktuelle, das Herausfordernde? Passiert
eine Verschiebung der aktuellen Kulturpolitik hin zur Gegenwartskunst?
- Die Diskussion zum Kulturleitbild soll klar
machen, dass sämtliches menschliche Tun Kultur symbolisiert und
Kultur erzeugt.
- Der Diskussionsprozess hat auch Bedeutung
für die Stadtteilarbeit. BürgerInnen zusammenzubringen ist
wichtig, vor allem in Gebieten, wo der Zuzug sehr stark ist (z.B. Solar
City, Dornach, Urfahr etc.)
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