|
|
|
 |
|
|
 |
| |
| |
Kulturleitbild Oberösterreich | TERMINE
Kurzprotokoll der Diskussion zum Kulturleitbild OÖ. vom 21. Mai
2007, Gemeinde Niederneukirchen
- In Niederneukirchen wird demnächst eventuell
eine Kulturplattform gegründet, die kulturelle Initiativen
zusammenführt, die bislang in keinem Verein erfasst wurden.
- Bei der Landesmusikschule Niederneukirchen gibt es
für manche Instrumente, die besonders nachgefragt sind, leider
sehr lange Wartezeiten. Viele Jungmusiker werden dadurch vom aktiven
Musizieren abgehalten oder können erst zu einem späteren
Zeitpunkt einsteigen.
- Nachwuchsprobleme bei der Blasmusik gibt es bei so
genannten tiefen Blech (Tuba, Posaune etc.). Hier gäbe es zwar
Ausbildungsplätze in der Musikschule, allerdings ist die Nachfrage
nach diesen Instrumenten nicht so groß.
- Wichtig wäre es, die Menschen zu animieren,
mehr kulturelle Veranstaltungen zu besuchen. Die Informationen zum
kulturellen Angebot sind zufriedenstellend, aber eine bessere
Wahrnehmung durch die Menschen wäre wünschenswert. Eine
Maßnahme wäre das Organisieren von gemeinsamen Kulturfahrten
auf Gemeindeebene (z.B. ins Landestheater Linz etc.).
- Das Veranstaltungsangebot in der Gemeinde ist sehr
vielfältig und dicht. Über persönliche Einladungen
kommen auch viele Menschen. Auswahl ist oft schwierig, weil es so viel
Angebot auch außerhalb des Ortes gibt.
- Viele kulturelle Bereiche werden vom Land OÖ.
gut gefördert, vernachlässigt wird jedoch die
Kulturförderung im Seniorenbereich, speziell in den
Büchereien (Unterstützung für Anschaffung von
Großdruckbüchern, Hörbüchern etc.).
- Die Hauptbenützer der örtlichen
Bücherei sind Frauen mit Kindern. Ganz wenige Männer sind
eingetragene Mitglieder in der Bücherei. Die Vermutung liegt nahe,
dass auch in anderen Büchereien das Verhältnis zwischen
Frauen und Männern ähnlich ist. Gelesen wird in
Niederneukirchen mehr Belletristik als Sachbuch. Die Kinder und
Jugendlichen sind mit den Schulbüchereien gut versorgt und daher
weniger oft in der gemeindeeigenen Bücherei.
- Die geplante Kulturplattform in Niederneukirchen
will das Angebot verbreitern (Jazz, Hardrock etc.). Heimische
Künstler und Literaten aus Niederneukirchen sollen forciert werden
und zeigen, was sie können. Die räumlichen Möglichkeiten
im Ort sind dafür jedoch begrenzt. U.a. deswegen sind auch
Kooperationen mit ähnlichen Initiativen Nachbargemeinden angedacht.
- Die Integration der ca. 40 im Ort wohnenden
Asylwerber ist ebenfalls ein großes Anliegen der geplanten
Kulturplattform. Über Musikveranstaltungen wäre dies
eventuell möglich.
- Die Situation für bildende Künstler im
Ort ist gut, da hier eine gute Akzeptanz durch die Gemeinde und
Bevölkerung gegeben ist.
- Die Investitionen in die Kulturbauten wie Neues
Musiktheater, Südflügel Schlossmuseum etc. sind gut, da hier
tolle Angebote geschaffen werden. Von Niederneukirchen nach Linz ist es
mit dem Auto nur eine halbe Stunde.
- Grenzüberschreitende Kulturarbeit (Stichwort
Ostöffnung) soll unbedingt forciert werden und auch im
Kulturleitbild stärker verankert werden.
- Die Aufwertung der Regionen gegenüber dem
Nationalstaat ist ein Trend in Europa, der gut ist und unterstützt
werden sollte. Generell werden durch die Globalisierung die Menschen
mobiler - über Staatsgrenzen hinweg. Kultur muss sich daher
über Grenzen hinwegsetzen und offen für das Andere sein.
- Die Zivilgesellschaft funktioniert in kleinen Orten
besser als in großen Städten. Kulturschaffende habe hier
noch die Möglichkeit, direkten Einfluss auf politische
Entscheidungsträger zu nehmen. Damit ist auch die
Zugänglichkeit von Entscheidungsgremien besser als in der Stadt.
- Die Forderung nach mehr Bundesgelder für die
Bundesländer sollte auch im Kulturleitbild erhoben werden.
- In Niederneukirchen wird Kultur gelebt mit sehr
vielen aktiven Vereinen, die gut geführt sind und gute, innovative
Veranstaltungen anbieten. Außerdem fördern diese
Aktivitäten den Gemeinschaftssinn, wofür man sehr dankbar
sein muss.
- Die Jugendlichen im Ort sind
vereinsmäßig sehr gebunden. Es gibt u.a. auch eine
Jugendtheatergruppe.
- Kultur und Kunst darf nicht zur finanziellen
Belastung für Vereine oder Einzelne werden, daher ist die
öffentliche Förderung so wichtig.
- Der Gemeindekulturausschuss ist wichtiges
Bindeglied zu den Vereinen und Künstlern.
- Unterschied Stadt-Land: Am Land geschieht das
meiste ehrenamtlich, in den Städten nicht so sehr. Außerdem
wird das meiste öffentliche Geld in den Städten investiert.
- Kulturförderung für Kinder und
Jugendliche ist ganz wichtig, daher sollten die Wartezeiten in den
Musikschulen verringert werden.
- In Zukunft könnten Vereine vielleicht auch
gemeinsam Veranstaltungen organisieren, um das Überangebot an
Veranstaltungen ein bisschen zu verringern. Veranstaltungen zu
organisieren ist jedoch für den Zusammenhalt eines Vereins ganz
wichtig.
F.d.I.v.: Julius Stieber
|
|
| |
| |  | | © 2006/07 Amt der oö. Landesregierung, Landeskulturdirektion . Promenade 37 . A-4021 Linz . ++43 +70 7720 14875 |
|  |
|