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Kurzprotokoll der Diskussion zum Kulturleitbild OÖ. vom 29. Mai 2007, Stadtgemeinde Leonding

  • Mit der "leonart" bietet die Stadtgemeinde Leonding alle zwei Jahre eine etablierte und Aufsehen erregende Veranstaltung im Bereich der zeitgenössischen Kunst an. Dabei wird auch versucht, die Bevölkerung mit einzubeziehen. Es ist allerdings nicht immer leicht, zeitgenössische Kunst populär zu machen.
  • Eine weitere wichtige Veranstaltung der Stadtgemeinde Leonding ist der Literatur- und Fotowettbewerb "Sprichcode" für Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren, der in Oberösterreich, Südböhmen und Niederbayern ausgeschrieben und höchst erfolgreich durchgeführt wird.
  • Jugendarbeit findet aber auch zum Thema Nationalsozialismus und 2.Weltkrieg statt, z.B. im Stadtmuseum Leonding "Turm 9".
  • Beim Projekt "Spurensuche" präsentieren sich die Stadtteile mit ihrer Geschichte (inkl. Alltagsgeschichten von Bewohnern) im Stadtmuseum Leonding "Turm 9". Es kommt ein Stadtteil nach dem anderen dran. Dieses Projekt findet in der Bevölkerung viel Anklang, weil die Menschen ihre eigene(n) Geschichte(n) und Fundstücke präsentieren können.
  • Mehr Förderungsmittel für freie Kulturgruppen (auch seitens der Gemeinde) wären wünschenswert.
  • Leonding hätte viel Potenzial im archäologischen Bereich (Ausgrabungen). Dieser Bereich wird aber kaum genutzt.
  • Die ehemaligen Maximilianischen Befestigungstürme, von denen sich einige auf Leondinger Gemeindegebiet befinden, sind teuer in der Erhaltung. Eine Projektidee zur Nutzung und Bespielung der Turmlinie ist bei der Linz 2009 GmBH. eingereicht worden, fand allerdings keine Berücksichtigung.
  • Die Veranstaltung "Wirtshauslieder singen" ist eine jährliche Veranstaltung in Leonding, die sich großer Beliebtheit erfreut. Es geht um die Wiederbelebung von altem Liedgut. In diesem Bereich wäre auch mehr Jugendarbeit dringend notwendig, da die alten Texte sonst in Vergessenheit geraten werden.
  • Anzuregen wären auf Gemeindeebene auch Gesprächsrunden mit älteren Menschen, um deren Erfahrungsschatz und Wissen zu sichern. Alltagsgeschichten und Erlebtes aus der Vergangenheit könnte so an die nächste Generation weitergegeben werden (ist allerdings z.T. schon durch das Projekt "Spurensuche" abgedeckt).
  • Personelle Ressourcen sind für die Kulturarbeit wichtig. Hier könnte man sinnvoll investieren.
  • Die Linzer Kulturangebote werden in Leonding gut angenommen. Die Linzer kommen aber auch zahlreich zu Kulturveranstaltungen in Leonding. Hier gibt es wenig Konkurrenz als vielmehr Austausch. Auf institutioneller Ebene ist der Austausch zwischen Linz und Leonding jedoch kaum vorhanden.
  • Die oö. Bevölkerung sollte über das eigene Brauchtum besser informiert werden. Das ist auch wichtig im Hinblick auf die Integration von MigrantInnen, um das Eigene besser erkennen zu können.
  • Thema Integration: Deutschkurse für Mütter von MigrantInnenkinder werden an Kindergärten angeboten. In der Leondinger Bücherei gibt es auch Bücher in türkischer Sprache. In den Stadtteilen Doppl und Hart gibt es allerdings eine größere Konzentration an MigrantInnen. Wichtig wäre es, dass man Begegnungsmöglichkeiten zwischen Österreichern und MigrantInnen schafft. Auffallend ist, dass bislang keine ausländischen Kulturvereine um Subvention bei der Gemeinde Leonding angesucht haben.
Zusammenfassung: Julius Stieber
 
 
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