Kulturleitbild Oberösterreich
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Protokoll der Diskussion "Jugendkultur" zum Kulturleitbild OÖ., 5. Juni 2007, HBLA für künstlerische Gestaltung Linz

Was ist Kultur?

  • Alles, was ein Mensch schaffen kann - Filme, Literatur, Kunstwerke, Fotos ...
  • Kultur ist eng mit Gesellschaft verbunden
  • Alles ist Kultur - von Region zu Region verschieden (Traditionen, Bräuche)
  • Musik! Tanz, Theater, Kunstangebot - Museen, Galerien
  • Graffiti, Musik, Comics, Computerspiele, Architektur, Städtebau, Sprachkultur, Esskultur, Vergangenheitskultur, Kleidungskultur
  • Musik gehört zur Jugendkultur ganz wesentlich dazu. Über Musik definieren sich Jugendliche.

Welche Angebote fehlen?

  • Präsentations- und Fördermöglichkeiten für junge zeitgenössische Kunst: Nicht bekannte Künstler (Bsp.: Brucknerhaus), sondern neue, junge Künstler sollten verstärkt gefördert werden. Generell sollte Musik und Kunst von jungen Menschen mehr verbreitet werden.
  • Medienkunst
  • jugendgerechte Informationen zum Kulturangebot, Förderungen, Kunstmarkt etc.
  • Es müsste auch stärker signalisiert werden, dass Jugendliche bei Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen, Theater etc. erwünscht sind.
  • In Österreich gibt es zu wenig Förderungen für den musischen Bereich.
  • Es fehlt ein Kulturfestival, wo alle Kultur- und Kunstbereiche aus (Ober)Österreich mitmachen können.
  • Es müsste mehr Veranstaltungszentren, öffentliche Räumlichkeiten, die man für jugendkulturelle Projekte nützen kann, geben. Vor allem gibt es zu wenig geeignete Räumlichkeiten für Musikveranstaltungen.
  • Es fehlt ein Comicfestival und ein österreichisches Computerspielfestival

Maßnahmen

  • Künstler sollten mehr Ansehen genießen - das Image der Künstler ist in Österreich eher schlecht. Die Künstler können derzeit von ihrer Kunst nicht leben.
  • Informationen zu Kulturveranstaltungen sollten jugendgerecht gestaltet sein, z.B. bei OK-Veranstaltungen.
  • Jugendliche sollten überhaupt viel mehr über das Kulturangebot (Wo? Wann? Was?), den Kunstmarkt und die Förderungsmöglichkeiten informiert werden.
  • Jugendliche sollten bei Fördervergaben und bei der Gestaltung von Kulturprogrammen mitbestimmen können, die Rolle von Kuratoren spielen.
  • "Kulturecken" für Jugendliche bei öffentlichen Veranstaltungen (z.B. im Brucknerhaus und bei Theaterveranstaltungen)
  • Kulturangebote sollten für Jugendliche leistbar sein.
  • Mehr Geld für Kulturbereich, mehr Förderungen
  • Stärkere Dezentralisierung der Kunst und  Förderung von regionaler Kunst. Auch am Land Angebote, nicht nur in den Ballungsräumen. Hier gibt es zwar weniger Zielpublikum, aber durch bessere Propaganda wird das Angebot oft mehr angenommen.
  • Mehr Ausstellungsmöglichkeiten für junge, noch unbekannte Künstler
  • Verbesserung der Information durch standardisierte Leitfäden für junge Künstler und Musiker: Wo kann ich ausstellen? Was ist nötig, um ein Konzert veranstalten zu können? Welche Ansprechpartner bzw. -stellen gibt es? etc.
  • Künstler sollten ihre Werke direkt zum Publikum bringen, sodass die Leute drüberstolpern, z.B. in Einkaufszentren und an öffentlichen Plätzen.
  • Künstlerische Gestaltungsaufträge an Schulen mit öffentlichen Ausschreibungen
  • Mehr praktische und unkomplizierte Werbung
  • Der Begriff "Kultur" gehört neu definiert, weil jetzt assoziieren Jugendliche damit: langweilig, "schwer verdaulich", alte, verstaubte Museen, (ländliche) Traditionen
Zusammenfassung: Julius Stieber
 
 
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