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Kulturleitbild Oberösterreich | TERMINE
Kurzprotokoll der Diskussion zum Kulturleitbild OÖ. vom 2. Juli
2007, Gemeinde Gramastetten
- Die Volkstanzgruppe ist zwei Mal im Jahr in der
Volksschule Gramastetten, um Kultur zu vermitteln.
- Das Landesmusikschulwerk schafft Enormes für
den Nachwuchs im Bereich der Blasmusik
- Es wäre wünschenswert, dass Lehrer sich
mehr für die Heimat- und Volkskunde interessierten. Im Jahr werden
dafür in der Volksschule nur 2 bis 3 Stunden für verwendet.
Die Schulen tun aber viel im Bereich Theater etc.
- Landesmusikschulen: Über Landesmusikschulen
kommt viel Jugend zur Musik, die sich dann aber im Teenageralter
teilweise wieder verabschiedet. Das Image der Vereine ist bei der
Jugend leider so, dass sie vermeintlich nicht förderlich für
die individuelle Entwicklung und Ausprägung sind.
- In Gramastetten gibt es einen gemeinsamen
Veranstaltungskalender: Die Vereine stimmen ihre Termine untereinander
ab - gute Zusammenarbeit (z.B. "Tag der Familie")
- Kulturarbeit findet in der Gemeinde auf zwei Ebenen
statt: Da gibt es einerseits die Angebote von größeren
Vereinigungen, andererseits aber auch die Angebote von Einzelnen, die
ebenfalls berücksichtigt und wahrgenommen werden
sollten.
- Kultur muss sich immer weiterentwickeln, daher
sollte man auch Neues zulassen und fördern.
- Ein int. Weihnachtsmarkt wurde eine Zeit lang in
Gramastetten (3 Jahre) mit großem Erfolg veranstaltet.
- Die Menschen können in der Gemeinde viel
Kultur erleben, fahren aber dennoch oft woanders hin (Bsp: Bruckner
Orchester Gratiskonzert am Linzer Hauptplatz)
- Der Starzerhof veranstaltet jährlich 10 bis14
Veranstaltungen von Mai bis September (zeitgenössische Kunst,
Musik, Theater). Die Herausforderung besteht darin, ein dauerhaftes
Interesse bei der ortsansässigen Bevölkerung zu wecken. Die
Frage ist, wie man Menschen - auch überregional - mit
Marketingmaßnahmen erreichen kann. Dafür bräuchte es
vor allem gemeindeübergreifende Netzwerke.
- Wie kann man das Volkslied und das volkskulturelle
Brauchtum wieder ins Bewusstsein der Kinder bringen?
- Zeitgenössische Kunst: zu wenig
öffentliche Ausschreibungen (Beispiel öffentliche
Gebäude), der Kunstankauf von Landesseite funktioniert nicht,
freiberufliche Tätigkeit im Kunstbereich ist eigentlich nicht
möglich, realitätsnähere Ausbildung mit
Marketingkenntnissen etc. wäre im Kunstbereich wichtig
- Künstlersozialversicherung: Vermittlungsarbeit
und Publikationen sollten anerkannt werden.
- Zeitgenössische Kunst wird von der Gemeinde
Gramastetten im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt.
- Die Würdigung des Ehrenamtes muss auf
Gemeinde- und Landesebene noch stärker geleistet werden,
beispielsweise durch Ehrungen, kostenlose Weiterbildungsangebote etc.
- Vereinsarbeit: Es wird immer schwieriger,
ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden, da das Ehrenamt (Bsp.: Obmann
Musikverein) sehr zeitintensiv ist.
- Jugendkultur: Die Jugend lebt das Ehrenamt durchaus
(Bsp.: Open-air-Rock-Konzert in Ottensheim). Der Freundeskreis von
Jugendlichen ist heutzutage jedoch aufgrund der gestiegenen
Mobilität oft weit verstreut, daher hat sich auch das
Freizeitverhalten verändert.
- Die Jugend ist für Musik prinzipiell sehr
begeisterbar. Es hängt jedoch diesbezüglich sehr viel von der
Lehrkraft ab, ob sie jugendgerecht vermitteln kann. Jugendliche spielen
dann durchaus auch gerne traditionelle Instrumente ("Steirische",
Gitarre).
- Die Qualität einer Veranstaltung ist wichtiger
als die Besucherquote.
Zusammenfassung: Julius Stieber
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