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Kulturleitbild Oberösterreich | TERMINE
Kurzprotokoll der Diskussion zum Kulturleitbild OÖ. vom 24.
September 2007, Stadtgemeinde Bad Ischl
- Bad Ischl hat einen eigenen Diskussionsprozess
für ein städtisches Kulturleitbild gestartet. Der Umfang
dieses Papiers im Vergleich zu jenem des Landes fällt ins Auge:
zwei Seiten (Bad Ischl) zu mehr als zwanzig Seiten
(Landeskulturreferat).
- Angesprochen werden im Verlauf der Diskussion
generell Sinn und Ziel eines Leitbildes: handelt es sich dabei um mehr
als "schöne Worte" bzw. beschriebenes Papier? Die Fragen der
Verbindlichkeit und der konkreten Auswirkungen eines Leitbildes werden
thematisiert.
- Die Gewichtung der Inhalte des Diskussionsentwurfes
zwischen dem Zentralraum und den Regionen wird aufgeworfen.
"Linzlastigkeit" ist ein Thema. Pointiert wird dazu festgehalten:
"Kultur in Oberösterreich ist eine Ellipse mit zwei Brennpunkten:
Linz und Salzkammergut."
- Hinterfragt wird, warum Linz09 im
Diskussionsentwurf Raum eingeräumt wird, da Linz09 nur ein Jahr
dauert, das Kulturleitbild aber über einen größeren
Zeitraum hinaus Bedeutung hat bzw. haben soll. Und erneut im
Zusammenhang mit der mehrmals angesprochenen "Linzlastigkeit": "Linz09
ist das, was das Salzkammergut seit 500 Jahren ist."
- Stärker hervorgehoben werden soll die
Vernetzung Kultur - Kunst - Bildung. Vor allem die wichtige Rolle und
Aufgabe der zumeist ehrenamtlich geführten Bibliotheken in den
Gemeinden soll ihren Platz im Kulturleitbild finden.
- Neben dem Europaschwerpunkt darf auch die
außereuropäische Kultur nicht vergessen werden. Kulturarbeit
muss auch jene Menschen einbeziehen, die außerhalb des EU-Raumes
ihre Wurzeln haben. Wichtig ist es jedoch, diese
außereuropäische Kultur nicht nur unter dem Blickwinkel der
Eventkultur zu sehen.
- Gerade abseits des Zentralraums sollen Modelle
für die Erreichbarkeit kultureller Veranstaltungen für
Menschen ohne eigenen PKW entwickelt werden. Öffentliche
Verkehrsmittel sind oftmals zu unflexibel, bzw. verkehren am
späteren Abend/in der Nacht nicht mehr, sodass Interessierte
Kulturveranstaltungen mangels Erreichbarkeit nicht besuchen können.
- Die Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" wird im
Diskussionsentwurf nicht erwähnt. Eine entsprechende Korrektur im
Schlusspapier wird angeregt.
- Auf das Spannungsfeld Kultur und Tourismus soll
verstärkt hingewiesen werden.
Zusammenfassung: Elisabeth Mayr-Kern
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