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Kulturleitbild Oberösterreich | TERMINE
Protokoll der Diskussion "Kultur von und mit Migrantinnen und
Migranten" zum Kulturleitbild OÖ., 20. November 2007,
Landeskulturdirektion OÖ., Linz
Bulgarisch-österreichischer Kulturverein DUNAV Linz
- Österreich ist ein kulturell vielfältiges
Land. Dies ist in seiner multikulturellen Tradition begründet.
Daher soll Österreich sich selbstbewusst auf der Weltbühne
bewegen.
- Ausrufung des 22. März als Tag der kulturellen
Pluralität in OÖ.
- Einrichtung eines bulgarischen Museums im Stift
Pulgarn
Kurdische Exilgemeinde
- Integration sollte bedeuten, dass man an
politischen Entscheidungsprozessen beteiligt wird.
- Kultur ist erst dann wichtig, wenn es zu einem
Austausch kommt. Auch Ausländer können die
österreichische Kultur bereichern.
- Ausländischen Kulturvereinen müssen
Infrastruktur (Räumlichkeiten, etc.) und entsprechende finanzielle
Unterstützungen zur Verfügung gestellt werden.
MLV Muslimischer Lehrerverein
- Integrieren heißt, mit der eigenen
Identität wahrgenommen zu werden. Oft fehlt es jedoch an Respekt
von beiden Seiten.
MAIZ Automomes Integrationszentrum
- Integration ist ein Disziplinierungsinstrument.
Dabei handelt es sich bloß um eine Forderung zur Anpassung.
- Vorschläge: Partizipation statt Integration,
Stärkung der Selbstorganisation für MigrantInnen
stärken, ein Budget für Selbstorganisation von MigrantInnen
sollte zur Verfügung gestellt werden, MigrantInnen sollen sich
selbst darstellen (= Selbstrepräsentation), d.h. als Subjekt der
eigenen Geschichte auftreten.
Black Community OÖ.
- Integration bedeutet Mitgestaltung, Dabeisein,
Mittendrinsein, da jede/r Migrant/in zur Gestaltung der Gesellschaft
beiträgt. Es geht nicht um Hilfe, sondern um ein verbrieftes
Recht, das MigrantInnen als Bürger/innen zusteht.
- Viele MigrantInnen haben die österreichische
Wohlstandsgesellschaft mit aufgebaut.
- Integration soll eigentlich bedeuten, die
Gesellschaft mit zu gestalten. Jeder der in Österreich lebt, soll
mit gestalten dürfen, auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene.
- Black Community erwartet keine Hilfe, sondern
Unterstützung. Unterstützung zu bekommen ist ein Recht
für MigrantInnen, weil sie Bürger des Landes sind.
- Ausländer sollen in alle Prozesse
miteinbezogen werden, weil sie auch Steuern zahlen.
- Österreich muss MigrantInnen die Hand reichen
und den Dialog mit den Zugewanderten führen.
- Österreich sollte das Gefühl vermitteln,
dass Ausländer im Land gewollt sind.
- Ausländer wollen als Bürger wahrgenommen
werden.
- Forderung: Wahlrecht für MigrantInnen nach
rund 5 Jahren Aufenthalt in Österreich
- Was ist eigentlich die österreichische Kultur?
Was macht sie aus? Kann man das so einfach beantworten?
- Werden die bei derartigen Veranstaltungen
vorgetragenen Ideen und Forderungen weitergetragen?
Verein der Bürger von Bosnien-Herzogowina Enns
- Assimilieren bedeutet bedingungslose Anpassung an
die heimischen Gesetze, Integration bedeutet hingegen Anpassung unter
Wahrung der eigenen Identität.
- Für MigrantInnen gibt es zu wenig
Unterstützung und Wahrnehmung in der Gemeinde.
- Zu Veranstaltungen von MigrantInnen kommen sehr
selten Politiker.
- Mehr muttersprachlicher Unterricht in der Schule
wäre sehr förderlich. Dies erleichtert laut Studien auch das
Erlernen der deutschen Sprache.
- Finanzierung der Kulturarbeit sollte verbessert
werden.
migrare - Zentrum für MigrantInnen OÖ
- Nutzung der Medien für eine positive
Darstellung der MigrantInnen.
- Schaffung von Zugängen zu den Medien, damit
MigrantInnen ihre Kultur präsentieren können.
- Schaffung von Räumen und Infrastruktur, z.B.
Galerien, Museen für MigrantInnenkunst und -projekte
zugänglich machen.
Kroatisches Kulturzentrum Attnang-Puchheim
- Multikulturalität Österreichs ist wichtig
und eine historische Tatsache, die sich positiv ausgewirkt hat.
- In manchen Gemeinde ist Kulturarbeit von
MigrantInnen in der Sozialabteilung eingegliedert. Ausländische
Kulturarbeit soll jedoch nicht mit/von den Sozialabteilungen
gefördert werden, sondern von den Kulturabteilungen.
- Zuwanderervereine sollten mehr Kontakt zu
österreichischem Publikum haben. Bei den Veranstaltungen von
MigrantInnen sollten mehr ÖsterreicherInnen dabei sein.
- Einheimische Institutionen sollten motiviert
werden, mit ausländischen Kulturvereinen zusammenzuarbeiten.
Zusammenfassung: Dietmar Leitner / Julius Stieber
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